Geschichte von Wolfartsweier
Wolfartsweier wurde erstmals 1261 in einer Urkunde von Papst Urban IV. als „Wolvoldeswilere“ erwähnt. Darin bestätigte das Kloster Gottesaue seine Besitzrechte an mehreren Höfen der Region. Im 13. Jahrhundert entstand eine spätromanische Saalkirche, die unter das Patronat der Heiligen Margaretha gestellt wurde.
Mit der Reformation endete das katholische Leben in Wolfartsweier. 1556 setzte Markgraf Karl II. von Baden erstmals einen lutherischen Pfarrer ein, wodurch sich die religiös-konfessionelle Ausrichtung des Ortes veränderte.
Erst im 20. Jahrhundert formierte sich das katholische Leben erneut, nun im Rahmen der Pfarrei St. Thomas Grünwettersbach, zu der Wolfartsweier gehört. 1965 entstand der Wunsch nach einer eigenen Kirche für die damals rund 1.000 Katholiken in Wolfartsweier. Die Realisierung verzögerte sich mehrfach, doch 1984 konnte endlich mit dem Bau der Kirche, des Gemeindezentrums und des Mesnerhauses begonnen werden.
Am Fest der Heiligen Margaretha, dem 20. Juli 1985, wurde der Grundstein gelegt, und bereits am 8. November desselben Jahres feierte die Gemeinde das Richtfest. Die feierliche Kirchweihe erfolgte am 31. Mai 1987 durch Weihbischof Wolfgang Kirchgässner.
Die Kirche beeindruckt durch ihr Sichtmauerwerk innen und außen. Das Kirchen- und Saalgeschoss ruht auf einem Stahlbetontragwerk, das Kirchenschiff wird von einem sichtbaren Holztragwerk überspannt. Material und Farbgestaltung verbinden sakrale und alltägliche Nutzung zu einem festlichen Ganzen.
Der quadratische Kirchenraum ist diagonal ausgerichtet. Chorraum, Altar, Ambo und Sakramentshaus bilden das Zentrum des liturgischen Geschehens. Rund 250 Besucher finden in der Kirche Platz.












